Kulturkreis-Hopping für Haus Afrika
Brillanter Auftritt der iranischen Tänzerin Mitra beim Benefizkonzert
Erschienen: 22.10.2007 / Saarbrücker ZeitungRessort: Lokales
Saarbrücken. Ein „besonders buntes, interkulturelles Programm“ hatte der Verein Haus Afrika angekündigt. Und damit hatte er nicht zu viel versprochen. Einen abwechslungsreichen Abend mit Musik und Tanz aus verschiedenen Kulturen und Stilen erlebten die Gäste, die am Samstag zum Benefizkonzert in den Festsaal der Volkshochschule (VHS) gekommen waren. Eine positive Überraschung erlebte, wer die Ära von Liedermachern mit politischer Botschaft bereits für beendet gehalten hatte. „Afrika braucht Frieden“, sagte Michael Riehm bei der Ankündigung seines Liedes „Deine Zeit“. Ebenfalls mit Gitarre und Texten, die genaues Hinhören verdienten, stand Bernhard Schwarzwald auf der Bühne. Nicht fehlen durften natürlich auch afrikanische Rhythmen. Für sie sorgten Les Cauris du Bénin, Dede Mazietele mit der Saar-Trommelgruppe und Kevin Alamba.
Vollendete Körperbeherrschung und ausgeprägte Musikalität stellte die iranische Tänzerin Mitra unter Beweis. Wie eine perfekte Dolmetscherin übersetzte sie die von den Trommeln vorgegebenen Rhythmen in Bewegungen, gerade so, als werde jede Faser ihres Körpers von den Instrumenten ferngesteuert. Entsprechend großzügig spendete das Publikum Applaus. Es sollte nicht der einzige Höhepunkt des Abends bleiben, den die Künstler ohne Honorar gestalteten. Dankbar für die Initiative der Künstler zeigte sich der erste Vorsitzende von Haus Afrika, Lamine Conté: „Öffentliche Gelder werden leider immer knapper. Für unsere Arbeit sind wir daher auf Ehrenamtliche und Spender angewiesen.“ rae